Therapien der TCM

TCM Praxis Maria Butolla Untersuchung

Der Grundsatz der Chinesischen Medizin ist, dass jede Krankheit ursprünglich auf ein Ungleichgewicht des Energieflusses im Körper zurückzuführen ist. Die Auffassung, dass Erkrankungen auf Ungleichgewichte im Gesamtorganismus zurückzuführen sind, bietet nicht nur den Ansatz für die Behandlung vieler chronischer Erkrankungen, sondern macht chinesische Therapieformen auch zu einem zeitgemäßen Instrument zur Stärkung der körperlichen Vitalität.  → weiterlesen

Sie können ein hervorragendes Korrektiv zu den einseitigen Belastungen und Überforderungen sein, die das moderne Leben kennzeichnen.

Während meiner Praxisaufenthalte in der Abteilung für Chinesische Medizin im Universitätskrankenhaus in Guangzhou konnte ich erleben, wie die Kombination aus moderner Diagnostik und Traditioneller Chinesischer Medizin im Alltag praktiziert wird. Evidenzbasierte Therapieprotokolle wurden nach Möglichkeit vorgezogen und traditionelle Methoden wurden oft in Ergänzung zu schulmedizinischen Ansätzen praktiziert. An dieses Verständnis möchte ich anknüpfen. → schliessen

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine traditionelle Therapieform, die auf dem Einführen von hauchdünnen Nadeln an bestimmten Körperstellen, den sogenannten Akupunkturpunkten, basiert. Mit Hilfe dieser Technik wird nach traditioneller Auffassung die Energie des Körpers (das Qi) harmonisiert.

Akupunktur wirkt vor allem bei chronischen Schmerzsyndromen wie z.B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Schulterschmerzen oder dem so genannten Tennisarm. In Kombination mit Kräutertherapie (siehe unten) werden außerdem sehr gute Ergebnisse bei Verdauungsbeschwerden oder bei Zyklusstörungen der Frau erzielt. → weiterlesen

Von naturwissenschaftlicher Seite wird vermutet, dass die Wirksamkeit der Akupunktur damit zusammenhängt, dass die Nadelstimulation die Konzentration von Neurotransmittern (Botenstoffen) im Blut verändert und dadurch sowohl die Schmerzweiterleitung und auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflusst.
Die therapeutische Wirksamkeit der Akupunktur wird heute systematisch untersucht und weltweit anerkannt. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte 2002 eine Indikationsliste für Akupunktur, nach der diese bei 28 Krankheiten empfohlen wird: → www.aku-punkt.ch

Ich praktiziere Akupunktur angelehnt an die Lehre des vietnamesisch-französischen Arztes Dr. Nguyen van Nghi, einem der Pioniere der Akupunktur in der westlichen Welt. Als schulmedizinisch ausgebildetem Arzt – er hatte seinen Abschluss an der Universität von Marseille gemacht – war ihm stets an der Verbindung östlicher und westlicher Methoden gelegen.

Bei meinen klinischen Praxisaufenthalten am Universitätskrankenhaus von Guangzhou (China) habe ich die Drei-Nadel-Methode nach Dr. Jin gelernt. Diese Technik fokussiert auf muskuläre und neurologische Erkrankungen. Sie stützt sich stärker auf anatomischen Grundlagen als traditionelle Anwendungsformen der Chinesischen Medizin.

Auf Ihren Wunsch hin kann ich die Akupunktur durch Akupressur (gezielten Druck auf die Akupunkturpunkte) ersetzen und auf Nadeln verzichten. Die Behandlung mit Nadeln ist aber meistens schmerzfrei. Man spürt meistens nur ein leichtes Ziehen oder Kribbeln, mitunter ein leichtes Stechen.→ schliessen

Phytotherapie (Kräutertherapie)

Die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden mit Heilkräutern hat in der Chinesischen Medizin einen sehr hohen Stellenwert. Besonders bei länger bestehenden Krankheiten oder Erschöpfungszuständen (z.B. chronischen Schlafstörungen, geistiger Überarbeitung oder wiederholt auftretenden Erkältungen) ist ein Wiederaufbau der Kräfte und die Stärkung des Immunsystems durch wirksame Kräuterrezepturen besonders wertvoll. Besonders hilfreich kann sie außerdem für Mütter sein, die ihr körperliches Gleichgewicht nach der Stillzeit wiedererlangen möchten. → weiterlesen

Ich verschreibe nur Rezepturen, die von der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin, Societas Medicinae Sinensis e.V. (www.tcm.edu) in München, empfohlen werden. Die Rezepturen werden nach Ihrem individuellen Beschwerdebild ausgewählt.

Alle Arzneimittel sind bei uns in Deutschland über Apotheken erhältlich, die für deren Identität, Qualität und Reinheit garantieren. Weitere Auskunft über die angewendeten Prüfverfahren gibt das von der SMS mitgegründete Centrum für Therapiesicherheit in der Chinesischen Arzneitherapie
(www.tcm.edu/patienten/therapieverfahren). → schliessen

Diätetik

Aus der Sicht der Chinesischen Medizin wirken Nahrungsmittel wie Medikamente, die zwar schwach dosiert sind, dafür aber tagtäglich eingenommen werden. Somit beeinflussen sie unsere Gesundheit wesentlich und damit unser gesamtes körperliches Befinden. Anders als bei der westlichen Diätetik, zählt die Chinesische Ernährungslehre keine Kalorien und das Ziel ist nicht Schlankheit um jeden Preis.  → weiterlesen

Es geht vielmehr darum, eine ausgewogene Kombination von Nahrungsmitteln auszuwählen, um das körperliche Wohlbefinden zu steigern und die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken. Nach chinesischer Auffassung ist es die Aufgabe eines Arztes oder Therapeuten, zu verhindern, dass der Patient überhaupt erst krank wird. Die Ernährungstherapie ist dafür ein wichtiges Mittel – sie dient vor allen Dingen der Pflege der Gesundheit.

Auf Grundlage der chinesischen Diagnostik stelle mit Ihnen einen für Sie passenden Ernährungsplan zusammen. Dabei berücksichtige ich ihre persönlichen Vorlieben und die Zeit, die Sie fürs Kochen einplanen möchten. Chinesische Kochkünste sind nicht nötig. Die Prinzipien der Chinesischen Ernährungslehre lassen sich hervorragend auf die westliche Küche anwenden.

Meine Erfahrung ist, dass kleine Veränderungen in unserem Speiseplan eine spürbare und deutliche Verbesserung unseres Wohlbefindens und Allgemeinzustand hervorbringen können.

Auf Wunsch kann die Ernährungstherapie mit Akupunktur und Heilkräutern sinnvoll ergänzt werden.
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Tuina

Die Tuina ist eine therapeutische Massageform (ähnlich dem japanischen Shiatsu oder der westlichen Triggerpunktmassage). Ihr Wirkungsprinzip ist in dem Therapiekonzept der Traditionellen Chinesischen Medizin eingebettet. Tuina eignet sich hervorragend zur Behandlung von muskulären Verspannungen und Schmerzen sowie zur Linderung der Symptome von Überarbeitung oder langem Sitzen. → weiterlesen


Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin entsteht Schmerz dort, wo Qi und Blut nicht korrekt fließen. Durch die manuellen Techniken der Tuina soll der Fluss von Qi und Blut reguliert werden. Dadurch wird der Schmerz gestillt.

Eine Behandlung mit Tuina erfolgt, genauso wie es bei den anderen Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin der Fall ist, im Anschluss an eine ausführliche Diagnose. Es handelt sich bei dieser Form der Therapie um keine Wellnessanwendung.

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Dauer der Behandlung

Jeder Patient ist anders. Im Allgemeinen ist es aber so, dass die Dauer der Behandlung davon abhängt, wie lange die jeweilige Symptomatik besteht. Bei einem neu aufgetretenen Schmerz im Rücken oder im Nacken ist beispielsweise schon nach 3–5 Sitzungen eine Besserung zu erwarten. Bei hartnäckigeren Beschwerden können 10–15 Sitzungen ausreichend sein. Bei schon sehr lange bestehenden Beschwerden und bei chronischen Krankheiten muss man mit einer längeren Behandlungsdauer von 20–40 Sitzungen rechnen, bis eine nachhaltige Besserung zu verzeichnen ist.

Preise

Die Behandlungskosten für TCM werden von den privaten Krankenversicherungen oder der Beihilfe teilweise oder ganz übernommen. Die Höhe der Kostenerstattung richtet sich nach Ihrem abgeschlossenen Versicherungsvertrag. Abgerechnet wird direkt mit der privaten Kasse nach der GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker). Für gesetzlich Versicherte empfiehlt es sich, eine private Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen abzuschließen. Bei selbst zahlenden Patienten wird nach Vereinbarung eine Pauschale berechnet.